DKP Kiel
Deutsche Kommunistische Partei

Aktuelles

Hier findest du den Blog der DKP Kiel und jede Menge Informationen über aktuelle Entwicklungen in der DKP, aus unseren Bündnissen und generell für Kiel und Umgebung. Neuigkeiten und Posts rund um die DKP Kiel findest du auch auf unserer Facebook-Seite.

Blog der DKP Kiel

2019-11-10

Veranstaltung gegen rechte Hetze und Gewalt am 22.10.

22102019.jpgEtwa 70 Besucher*innen haben an der Veranstaltung gegen rechte Hetze und Gewalt am 22.10. teilgenommen.

Auf dem Podium informierten und diskutierten miteinander und mit Menschen aus dem Publikum Dana Gora (GEW S-H), Martin Link (Flüchtlingsrat S-H), Manfred Schade (Pastor in Flintbek, v. a. zum Thema Kirchenasyl), Gudrun Knehler (OMAS gegen Rechts), Manuel Gellenthin (ver.di Kiel-Plön), Julian für die Seebrücke Kiel und Dietrich Lohse (Runder Tisch gegen Rassismus und Faschismus)

Die Gespräche während der Pause und nach dem - wegen organisatorischer Probleme auch mit dem Schließdienst der “Räucherei” leider etwas abrupten - Ende der Veranstaltung bestätigen ebenso wie die seither eingegangenen Rückmeldungen, dass alle Anwesenden eine Vielzahl von Informationen mitgenommen haben und unser Zusammenhalt - und damit unsere Aktionsfähigkeit - nochmals gestärkt worden ist.

Ein besonderer Dank richtet sich an die uns verbundenen Musiker der Band “Svennä & Morales”, die einen tollen Auftritt hingelegt haben und dann leider um ihren Abschluss gekommen sind, auf den sich viele schon gefreut hatten. Bitte empfehlt sie weiter!

Machen wir also weiter, treten wir den Rechten und rechter Politik entgegen, bleiben wir solidarisch und organisieren wir Solidarität.

Admin - 08:46:55 @ Blog der DKP Kiel

2019-09-07

Festival am kleinen Strand, 31.08.2019

AgR am Kleinen Strand.jpgLiebe Freundinnen und Freunde,

“No Nation - just people!” Unter diesem Motto war auch das 8. Festival am Kleinen Strand war eine großartige Sache. Herzlichen Dank noch einmal unseren Mitstreiter*innen von Runden Tisch gegen rechte Ecken und dem ANSTATT e.V.-Verein zur Förderung von Jugend- und Mädchenkultur.

Leider konnte Esther Bejarano nicht auftreten - sie musste bereits am Vortag ins Krankenhaus; ihr Sohn Joram und Kutlu Yurtseven haben das Programm dennoch ohne sie gespielt. Wir wünschen Esther schnelle und gute Besserung!

Esther Bejarano, die im faschistischen Konzentrationslager Auschwitz dem “Mädchenorchester” angehörte, ist 94 Jahre alt. Wir möchten gern noch sehr lange Seite an Seite mit ihr gegen Rassismus und Faschismus, gegen Kriegstreiberei kämpfen.

Ihre musikalischen Fähigkeiten konnte sie zum Glück schon bald nach der Niederwerfung des Faschismus in neuem Sinne einsetzen. Sie hat oft davon erzählt; beschrieben wird das zum Beispiel auch in einem Bericht über Esthers Auftritt am 9. Mai 2019 im Gymnasium der Stadt Lennestadt:

Kurz vor der Kapitulation am 8. Mai 1945 konnte Esther Bejarano zusammen mit sechs Freundinnen nach fünf Tagen Todesmarsch durch Mecklenburg entkommen. Sie trafen auf US-amerikanische Soldaten, die sich um sie kümmerten.

In der Stadt Lübz erlebten sie die Befreiung Deutschlands durch die amerikanischen und russischen Truppen: „Ein russischer Soldat brachte ein großes Bild von Adolf Hitler und stellte es mitten auf den Marktplatz. Sie zündeten es an, die Soldaten und die Mädchen aus dem KZ tanzten um das Bild herum, und ich spielte Akkordeon. Auch dieses Bild werde ich nie vergessen - das war nicht nur meine Befreiung, sondern meine zweite Geburt“, erinnerte sich Bejarano.

Erinnern möchte ich bei dieser Gelegenheit auch an eine andere Frau, die ebenfalls in Auschwitz eingesperrt und gequält wurde und dort Arrangements für das Orchster vornahm, in dem Esther spielte - Fania Fénelon, die am 2. September 100 Jahre alt geworden wäre. In der “jungen Welt” von heute ist ein kleiner Nachruf erschienen, den ich hier wiedergebe:

»Man sollte so, wie wir für die Liebe ganz neue, eigene Worte prägen, auch für den Hass Worte erfinden, die noch unverbraucht, nicht abgegriffen sind, die noch keinem anderen Hass dienten«, heißt es in dem Erfahrungsbericht »Das Mädchenorchester in Auschwitz«, verfasst von der Französin Fania Fénelon, geborene Goldstein. Den Künstlernamen wählte sie für ihre Vorträge von Chansons in Pariser Nachtbars. Als Jüdin und Unterstützerin des Widerstands wurde sie von der Gestapo im Mai 1943 verhaftet und ins KZ Auschwitz-Birkenau verbracht. Hier war auf Befehl der SS ein Frauenorchester gegründet worden, das für die beteiligten Häftlinge nur geringe Erleichterungen brachte. Fénelon arrangierte Melodien für dieses Orchester. Nach 15 Monaten in Auschwitz-Birkenau und Bergen-Belsen wurden sie und ihre Leidensgenossinnen von britischen Soldaten befreit.

Fania Fénelon trat wieder in Paris auf, wurde eine gefeierte Chansonsängerin. Vermutlich werden sich nur ältere Leser noch daran erinnern, dass sie in den 60er Jahren Teil des kulturellen Lebens in der DDR war. Sie kam mit ihrem damaligen Lebensgefährten, wohnte in einem Appartement Unter den Linden, gab Chansonabende, nahm Platten auf und unterrichtete Schauspielstudenten im Fach Chanson an der Theaterhochschule »Hans Otto« in Leipzig. Sie brachte französisches Flair in die DDR. Als sie nach Paris zurückkehrte, entstand 1973 das oben erwähnte Buch, das in vielen Teilen der Welt nachgedruckt und in einer Bearbeitung von Arthur Miller 1980 in den USA auch verfilmt wurde.

Als Fénelon 1983 starb, wurden unterschiedliche Geburtsjahre angegeben, u. a. 1908, 1918 und 1922. Wir halten uns an ihre Autobiographie. Dort erinnert sie sich am 2. September 1944 im Konzentrationslager daran, dass ja ihr 25. Geburtstag sei. Demnach ist die außerordentliche Künstlerin vorgestern vor 100 Jahren geboren worden.

Erinnern für die Zukunft. Auch an unsere Vorbilder im Kampf gegen Rechts. - Das Festival am Kleinen Strand hat uns Freude gemacht und neuen Schwung gegeben, den wir für die Gestaltung der Zukunft dringend brauchen. Wir freuen uns schon aufs 9. Festival im kommenden Jahr!

Admin - 10:34:08 @ Blog der DKP Kiel

2019-07-03

Carola Rackete ist frei! Kundgebung am 6. Juli, 11 Uhr Europaplatz

Free-Carola.jpgMehr als 800 Menschen haben am Dienstagabend (02.07.) in Kiel für die Freilassung Carola Racketes und gegen die Verfolgung von Seenotretter*innen, gegen die Festung Europa, für sichere Fluchtwege, Bleiberecht und gleiche Rechte demonstriert.

Schon am Ende der Demonstration wurde bekannt; Carola Rackete wurde aus dem Hausarrest entlassen. Dazu ganz unten auch die hiermit weitergeleitete Nachricht. Das heißt noch nicht, dass auch die Anklage fallengelassen wurde - Näheres dazu sicher demnächst.

Carolas Freilassung ist ein Erfolg weltweiter Solidarität! Einer Solidarität, die immer wieder aufbringen müssen zur Erreichung unserer Ziele. Deshalb unterstützen wir auch die nächste Kundgebung der Seebrücke am Sonnabend (06.07.) um 11 Uhr auf dem Europaplatz.

Kommt zahlreich -  wir seh’n uns!

Admin - 09:10:19 @ Blog der DKP Kiel

2019-05-04

1. Mai - Aktion der IG Metall Jugend Kiel-Neumünster

58763353_2271521769730226_5469448999561854976_n.jpgEs war ein großartiger 1. Mai mit sehr guten Beteiligung im bunten Jugendblock und einem klaren Statement der IG Metall Jugend Kiel-Neumünster gegen Nazis und rechte Hetze und für einen gelebten Antifaschismus!

Denn inbesondere junge Menschen sind nicht nur von prekären Arbeitsbedingungen mit Minijobs, Leiharbeit und Werksverträgen betroffen, von steigenden Mieten, Wohnraumverknappung und ökologischer Krise, sondern auch von einem stärker werdenden Rechtspopulismus!

Nicht die “Antifa” ist das Problem in Deutschland oder Europa, sondern die AfD und Co und jene die den rechten Druck nachgeben.

#niemalsvergebenniemalsvergessen #igmetalljugend #gewerkschaftsjugendinbewegung #meindgbgehörtzurantifa

Mehr Informationen gibt es Hier (Kieler Nachrichten)

Admin - 09:48:26 @ Blog der DKP Kiel