FlatPress My FlatPress blog FlatPress Admin 2019 2019-01-23T09:28:33+00:00 Admin ~/ Für ein kämpferisches Jahr 2019! ~/?x=entry:entry190101-120720 2019-01-01T12:07:20+00:00 2019-01-01T12:07:20+00:00

Neujahrskarte-2019_02.jpg

Wir brauchen die Rote Hilfe ~/?x=entry:entry181221-092120 2018-12-21T09:21:20+00:00 2018-12-21T09:21:20+00:00

rhkl.pngStellungnahme der DKP zu den Berichten über ein geplantes Verbot der Solidaritätsorganisation

Zu den Medienberichten, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer ein Verbot der Roten Hilfe plane, sagte der DKP-Vorsitzende Patrik Köbele:

„Warum könnte Seehofer gegen die Rote Hilfe vorgehen wollen? Weil die Rote Hilfe hilft. Sie hilft denen, die von den Behörden mit Strafverfolgung und Berufsverboten bedroht werden, weil sie gegen Faschisten, Kriegstreiber und Konzernherren aktiv sind. Seehofer steht – nicht erst, seit er Innenminister ist – für eine Politik, die demokratische Rechte abbaut. Die neuen Polizeigesetze bedrohen alle, die sich konsequent für eine bessere Gesellschaft einsetzen – und dann empört sich der Verfassungsschutz darüber, dass die Rote Hilfe diejenigen unterstützt, die von Staatsanwälten und Richtern zu Straftätern gestempelt worden sind.

Wir als Kommunisten brauchen die Rote Hilfe. Auch Mitglieder der DKP werden wegen ihres Engagements vor Gericht gestellt und von der Roten Hilfe unterstützt. Weil wir die Rote Hilfe brauchen, werden wir sie mit aller Kraft unterstützen, wenn der Innenminister tatsächlich ein Verbot vorbereiten sollte.“

Köbele war im April in die Rote Hilfe eingetreten, um seine Solidarität gegen die Forderungen nach einem Verbot der Solidaritätsorganisation zu zeigen.

Auch hier vor Ort in Kiel brauchen wir die Solidarität aller linken Kräfte - wir brauchen die Rote Hilfe. Hier geht es zur Homepage der Roten Hilfe Kiel.

Die deutsche Revolution steht noch aus (Kurt Tucholsky) ~/?x=entry:entry181023-093842 2018-10-23T09:38:42+00:00 2018-10-23T09:38:42+00:00

Podiumsdiskussion_bearb_2.jpgVeranstaltung der DKP Kiel: 100 Jahre nach der Novemberrevolution: “Die deutsche Revolution steht noch aus” am 20.10.2018

Im fast voll besetzten Saal in der Hansa 48 bewerteten die vier Podiumsgäste: Uli Schippels (Partei die Linke), Frank Thurow (Interventionalistische Linke), Dietrich Lohse (DKP), Benno Stahn (Friedensforum) die damaligen Ereignisse jeweils aus ihrer Sicht und diskutierten mit dem Publikum.

Bei der Bewertung waren sich alle einig, dass es sich unbestreitbar um eine Revolution handelte, während die Meinungen die Gewichtung der Erfolge auseinander gingen: Benno Stahn hob hervor, dass die Beendigung des Krieges entscheidend war, Uli Schippels und Frank Thurow stellten die Emanzipation der Arbeiterklasse, Abdankung des Kaisers und Entmachtung der Generäle in den Vordergrund. Dietrich Lohse betonte die Bedeutung der drei Säulen der Macht: Monarchie, Militär und Kapital, die durch die Revolution aus der Verankerung gerissen wurden, wie es das Kieler Revolutions Denkmal “WIK” symbolisiert. So ist auch die Gründung der KPD eine konsequente Entwicklung, nachdem die SPD schon vor dem 1. Weltkrieg den Charakter einer sozialistischen Partei eingebüßt hatte.

Aus dem Publikum kamen neben Nachfragen an das Podium auch vielfältige substanzielle Ergänzungen zur sehr solidarisch geführten Diskussion. Ein schriftlich eingereichter Beitrag von der IGM Kiel fasst die Lehren aus der Novemberrevolution zusammen: “Matrosenaufstand – und was wir heute daraus lernen”: a) Sich nicht mit den Gegebenheiten zufrieden geben, b) Für ein besseres Leben kämpfen, c) Grenzenlos solidarisch sein.

Handlungsaufträge sind neben den schon von der IGM Kiel genannten Lehren der Kampf gegen die geplanten Aufrüstungen, die drohende Kriegsgefahr, der weiteren Spaltung der Gesellschaft durch Sozialabbau die Mobilisierung gegen Rassismus und Faschismus. Dietrich hebt noch die Aufgaben der Gewerkschaften hervor, auch politische Streiks in Erwägung zu ziehen. Mitunter reichen Aufrufe und Kundgebungen nicht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die linken Kräfte in Kiel die richtigen Lehren gezogen haben: Eine einige Linke kann nicht so leicht weggeschoben werden. Unterschiedliche Auffassungen öfter miteinander austauschen und gemeinsam Handeln. Die in der Veranstaltung herausgearbeiteten Gemeinsamkeiten der “Linkskräfte” muss sich mehr als bisher in der Praxis beweisen. Die politische Linke muss die Kraft entwickeln, den vom Kapitalismus gedemütigten und enttäuschten Menschen den wirklichen Gegner zu weisen und den Kampf gegen ihn zu organisieren – in Zusammenarbeit mit den Geflüchteten, in internationaler Solidarität mit den ausgebeuteten Menschen in aller Welt.

Der Tag klang aus mit einem Rückblick auf die revolutionäre Geschichte in Deutschland in Zitaten und Liedern, zusammengestellt und gestaltet von Erich Schaffner und Georg Klemp. Erich Schaffner nahm sich noch einmal die historische Rolle der SPD vor und ließ dazu Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Kurt Tuchholsky, Minna Faßhauer aus Braunschweig zu Wort kommen. Das Wort “Verrat” wurde am Ende gemildert durch den Anspruch, auch auf die SPD zuzugehen, vor allem wenn es darum geht, den wieder erstarkenden Faschismus gemeinsam zu bekämpfen. Gemeinsam erklang die “Internationale” in dem nun wirklich “ausverkauften” Saal.